Generative Art / Generative Software
Das Grundprinzip kennt wahrscheinlich jeder: ein Künstler nimmt als Input Ton oder Bild oder sonst etwas, das sich in Zahlen ausdrücken lässt. Diese Zahlen werden durch einen geheimnisvollen Algorithmus gejagt, und der Output ist wieder Bild oder Ton oder ähnliches. Das nennt sich Generative Art. Wobei ich mich hier nur auf diejenigen Werke beziehe, die konkrete Daten, also z.B. Netzwerkströme oder den Puls des Besuchers als Input verwenden. Heraus kommen oft sehr ästhetisch faszinierende Werke, jedoch es ist nie nachvollziehbar, wie sie entstehen. Ich meine: man kann da vermutlich Jahre drauf starren, und wird nie etwas über die Inputdaten herausbekommen.
Es ist sozusagen das Gegenteil von einer Visualisierung: es verschleiert die zugrunde liegenden Daten. Visualisieren müssen und wollen Generative Art Künstler ja auch nicht, und trotzdem muss ich zugeben: Ich bin immer etwas enttäuscht, wenn ich sowas sehe. Ich erwarte, dass es irgendwie auch informativ ist, wenn man schon Daten als Input hat.
Manchmal denke ich, man muss nur den richtigen Algorithmus finden, und dann zeigen sich die Daten…
Beispiele: AL, Marius Watz, …
